nachhaltigkeitsnotizen
24.06.2014

Ernst & Young legt größte Studie zu Bestechung weltweit vor

Ernst & Young legt größte Studie zu Bestechung weltweit vor

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft E&Y legte Mitte Juni die bislang wohl größte Studie zum Thema Korruption vor: Sie hatte dazu mehr als 2.700 Vorstandschefs, Finanzvorstände, Leiter der Revision, der Rechtsabteilung und des Compliance-Managements aus 59 Ländern befragt, davon 50 deutsche Unternehmen – mit unangenehmen Ergebnissen auch für Deutschland.

Demnach sind vier von zehn Managern der Meinung, dass Bestechung oder Zuwendungen in ihren Ländern an der Tagesordnung seien. Die unrühmlichen Spitzenplätze belegen Ägypten, Nigeria und Kenia. Deutschland liegt mit sechs Prozent weit hinter Italien (69%), Spanien (28%) und den USA (22%).

Besondere Brisanz entfalten die Einschätzungen auf die Frage, ob es im Unternehmen in den vergangenen Jahren zu einem bedeutsamen Betrugsfall gekommen ist: 26 Prozent der befragten deutschen Manager antworteten mit "Ja" – eine Quote, die nur von den genannten afrikanischen Ländern getoppt wird und weit über den Angaben aus USA, Russland und Italien liegt.

Der Leiter der E&Y-Studie führt dies auf das wachsende Bewusstsein für Verstöße, vor allem aber auf die besonders ausgeprägte Exportorientierung deutscher Unternehmen zurück. Dabei geht es hier auch nicht um Schmiergelder allein, die mittlerweile eher selten bezahlt werden. Es gehören dazu auch Verstöße wie die Rückdatierung von Verträgen oder Zuwendungen über karitative Spenden.

Die vollständige Ernst & Young-Studie mit dem Titel "2014 Global Fraud Survey"  gibt es hier.